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Paleo Erfahrungen

Historische Paleo Erfahrungen

Eine der frühesten Paleo Erfahrungen haben wohl die ersten englischen Siedler gemacht, als sie in Amerika ankamen. Was sie dort nämlich vorfanden, war ein Land, dass sich in jeder Hinsicht von ihrer Heimat unterschied.

Ihre neue Heimat war eine unüberschaubare Wildnis, bevölkert von Stämmen deren Lebensstil dem aller Menschen in längst vergangen Zeiten glich.

Überraschend für viele Zeitgenossen war, dass diese ersten Siedler sich oftmal stark von diesem urtümlichen Lebensstil angezogen fühlten. Insbesondere das Stammesleben faszinierte der ersten Siedler; nicht wenige so sehr, dass sie beschlossen mit und unter den amerikanischen Ureinwohnern zu leben. Viele fingen an die Tradition der Ureinwohner zu übernehmen und sich einzuheiraten. Nicht wenige kämpften später sogar an der Seite ihrer neuen Freunde.

Der Unterschied zwischen dem Leben der Ureinwohner und dem Leben in der modernen westlichen Welt hätte kaum größer sein können. Während die Ureinwohner noch mit Äxten und Speeren jagten, gab es in der westlichen Welt bereits Großstädte. Und trotzdem gab es fast keine Bewegung in die umgekehrte Richtung. Die meisten Zeitgenossen konnten überhaupt nicht verstehen warum so wenige Ureinwohner ihre Stämme verließen um ein modernes Leben zu führen.

Beschrieben wurde dieses Phänomen beispielsweise von Benjamin Franklin. Er schrieb beispielsweise, dass viele der Kinder die gefangen genommen wurden, keinerlei Bindung an die modernen Gesellschaft verspürten und später wieder zu ihren Stämmen zurückkehrten.

Ein anderer Bericht aus dieser Zeit stammt von dem Schweitzer General Henri Boughet. Boughet war Anführer eines Feldzug gegen die Ureinwohner, die sich zunehmend gegen die europäische Expansion zu wehren begannen. Als der Kampf gewonnen war, war eine seiner ersten Forderungen, dass alle „gefangen“ Europäer zurückgegeben werden sollten. Zu seinem Erstaunen wurde die Nachricht, dass sie „befreit“ wurden, von den „Gefangenen“ alles andere als gut aufgenommen. Die meisten hatten dank ihrer ersten Paleo Erfahrungen überhaupt kein Interesse zu ihren alten Familien zurückzukehren. Viele kehrten nach kurzer Zeit in den Kolonien zu ihren Stämmen zurück.

Geschichten wie diese legen den Verdacht nahe, dass die europäischen Kolonisten in den Stämme der amerikanischen Ureinwohner etwas gefunden hatten, dass sie daheim schmerzlich vermisst hatte; oftmals ohne es explizit zu wissen.

Welche Paleo Erfahrungen waren es, die die Siedler in die Stämme zog?

Im Detail untersucht wurde dieses Phänomen vom französischen Kolonisten Hector Crèvecœur. Im Jahre 1782 verfasste er sein Buch „Letters from an American Farmer“ in dem er beschrieb, dass es hauptsächlich die soziale Struktur in den indigenen Stämmen ist, die sie für viele Siedler so interessant machten.

In der modernen westlichen Gesellschaft ist es eher die Norm als eine Ausnahme, dass Menschen von Vorgesetzten herumkommandiert und schikaniert werden. Außerdem ist das Leben vieler Menschen in unserer modernen Gesellschaft von langweiligen Routineaufgaben geprägt.

Im Gegensatz dazu ist die Hierarchie innerhalb eines Stammes deutlich flacher. Außerdem hat in der Regel jeder die Freiheit das zu tun, was er möchte. Anweisungen „von oben“ gab es so gut wie nicht.

Selbstverständlich muss auch innerhalb eines Stammes Arbeit verrichtet werden. Allerdings geschieht dies oftmals auf eine viel entspanntere Art und Weise als wie es aus unserer Gesellschaft kennen. Zumindest in Friedenszeiten erschien vielen Siedlern das Paleo Leben wie das Leben im Paradies. Zum Beispiel macht Jagen deutlich mehr Spaß als das bestellen eines Felder. Außerdem war gelegentlicher Geschlechtsverkehr ohne feste Bindungen in den europäischen Siedlungen die absolute Ausnahme und in den Stämmen dagegen die Regel.

Auch in vielen anderen Aspekten war das Leben in den Stämmen deutlich einfacher und angenehmer als das Leben in einer modernen Gesellschaft. Die meisten Stämme besaßen kaum mehr als was sie zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferdes transportieren konnten. So gab es nahezu keine Unterschied was den Wohlstand der verschiedenen Stammesmitglieder angeht. Außerdem konnte jedes Stammesmitglied soziale Anerkennung verdienen, einfach indem er bei der Jagd erfolgreich war oder tapfer im Krieg kämpfte. Auch Frauen waren deutlich freier als in der damaligen westlichen Gesellschaft und hatten in meisten Stämmen wichtige Positionen inne.

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erfahrungen.txt · Zuletzt geändert: 2018/09/10 15:52 von Jakob Berg