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biohacking

Biohacking

Die meisten Menschen vertrauen beim Thema Selbstoptimierung zunehmend auf Gadgets und Pillen. Allerdings stellen viele schon nach kurzer Zeit fest, dass solche Lösungen wenn überhaupt nur kurzfristige Lösungen darstellen.

Im Gegensatz dazu geht es beim Biohacking um Wege zur Selbstoptimierung durch ein tiefergehendes Verständnisses des eigenen Körper und Geists.

Anders ausgedrückt, geht es beim Biohacking darum zu verstehen, was unserem menschlichen Körpern wirklich gut tut, was ihm schadet und wie man ihn hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit optimiert.

Durch effizientes Biohacking können beispielsweise Stresssymptome reduziert, Schlafprobleme gelöst und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden.

Allerdings geht es in der Regel beim Biohacking um ganzheitliche Ansätze. Das bedeutet, dass Biohacking-Methoden und Techniken nicht nur Lösung für ein spezielles Problem sind, sondern stattdessen einen positiven Einfluss auf verschiedenste Lebensbereiche habe. Beispielsweise fokussiert man sich beim Biohacking nicht auf ein spezielles Körperteil, sondern hat immer den gesamten Körper im Blick.

Allgemein kann man sagen, dass Biohacking die Optimierung von Körper und Gest mithilfe von wissenschaftlicher Methoden, Systemdenken, aber auch technologischer Hilfsmittel steht. Durch ein tiefes Verständnis des menschlichen Körpers sollen durch diese Ansätze die verschiedensten Lebensbereiche verbessert werden.

Will man beispielsweise seinen Schlaf verbessern, greift man beim Biohacking nicht auf Schlaftabletten oder ähnliches zurück. Stattdessen wird das Schlafumfeld optimiert, die Ernährung Abends angepasst, Kälteanwendungen getestet und evtl die Schlafphasen mittels technologischer Hilfsmittel analysiert um spezifische Probleme zu diagnostizieren. Auf diese Art und Weise wird nicht nur der Nachtschlaf verbessert, sondern gleichzeitig auch der Stoffwechsel und die Fähigkeit sich tagsüber zu konzentrieren.

Ein anderes berühmtes Beispiel für eine Biohacking-Methode ist die Paleo Ernährung, worunter man versteht, dass man sich so ernährt wie es eben optimal für den menschlichen Körper ist, da er sich evolutionär darauf eingestellt hat. Durch eine solche Paleo-Ernährung verliert man nicht nur überschüssige Pfunde, sondern kann sich auch besser konzentrieren und wird allgemein leistungsfähiger.1)

Andere Beispiele sind

  • Saunieren und kalt duschen um den Stoffwechsel anzuregen.
  • Progressive Muskelrelaxation zur aktiven Reduktion von Verspannungen und Stresshormonen.
  • Regelmäßiges Fasten
  • Aktives natürliches Optimieren des Testosteronspiegels, durch den Verzicht auf Alkohol, die Reduktion von Stress und eine Ernährung mit ausreichend Vitamin D plus Omega 3.2)
  • Binaurale Beats zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit.3)

Das Mantra des Biohackings: testen, testen, testen

Ein wichtiger Aspekt des Biohackings ist, dass alle Methoden selbständig ausprobiert werden können. Nicht jeder Mensch ist gleich und deshalb ist nicht jede Methode für verschiedene Menschen gleich effizient.

Bei jeder Methode ist es unabdingbar, dass alle Auswirkungen dokumentiert werden, da nur so langfristige Fortschritte erzielt werden können. Außerdem sollte man stets kritisch bleiben und jede Idee und jedes Konzept lieber doppelt hinterfragen.

In der Praxis bedeutet das, dass man viele verschiedene Biohacking-Methoden ausprobiert, die Effekte und Auswirkungen festhält, die besten Methoden auf Dauer beibehält und somit Schritt für Schritt die verschiedensten Lebensbereiche optimiert.

Welche Methoden konkret ausprobiert werden sollten, hängt davon ab welche Lebensbereiche am dringendsten optimiert werden sollten. Obwohl Biohacking-Methoden in der Regel einen Einfluss auf viele verschiedene Lebensbereiche haben, gibt es doch oftmals dominante Auswirkungen auf spezifische Teilbereiche.

Fühlt man sich beispielsweise häufig kraftlos und träge, sollten zunächst Methoden ausprobiert werden, die die zelluläre Gesundheit optimieren. Am besten sind hierbei Techniken die eine Leistungssteigerung der Mitochondrien4) zu Folge haben. Entscheidend hierfür sind die Teilbereiche Ernährung, Bewegung und aktive Erholung.

Der Drang hin zur Optimierung sollte allerdings niemals zum Selbstzweck werden, sondern stets konkrete Probleme in Angriff genommen werden.

Biohacking Beispiel Ernährung

Wie auch bei allen anderen Biohacking-Methoden gilt beim Thema Ernährung, dass jeder für sich ausprobieren muss, welche Lebensmittel das eigene Wohlbefinden steigern, und welche nicht.

Allerdings gibt es einige wissenschaftliche Fakten an denen man sich orientieren kann.5)

  • Der Konsum von übermäßig vielen Kohlenhydrate macht schlapp und kann auf lange Sicht zu Krankheitssymptomen führen.
  • Ein Mangel an gesunden Fetten können eine Ursache für Antriebslosigkeit und einer verminderten Leistungsfähigkeit sein.
  • Pestizide, Konservierungsstoffe und natürliche Lektine können leistungsmindernd wirken.6) Diese Stoffe werden auch als Antinutriva bezeichnet, da sie aktiv die optimale Verwendung der aufgenommenen Nährstoffe verhindern und im Extremfall auch Entzündungen auslösen können. Die Aufnahme solcher Antinutriva kann vermieden werden, indem man auf Nahrungsmittel wie Getreide verzichtet und Obst + Gemüse schält und entkernt.

Mehr Informationen zum Thema Ernährung sammeln wir unter dem Stichwort Paleo Ernährung.

1)
Ähnlich wie ein Benziner Auto das man sonst immer mit Diesel betankt hat und dann plötzlich mit dem richtigen Treibstoff.
2)
Durch das Optimieren des Testosteronspiegels wir der gesamte Körper kräftiger, straffer und leistungsfähiger. Riesige Muskelberge wachsen keinesfalls „aus Versehen“.
3)
Musik kann dabei helfen bestimmte Gehirnwellen zu aktivieren. Gamma-Wellen die während Meditation oder intensiven Konzentrationsphase aktiv sind, Beta-Wellen die während Alltagsaufgaben beobachtbar sind, oder Delta-Wellen die während einer Tiefschlafphase aktiv sind.
4)
Mitochondrien sind für die Energieproduktion in den Zellen verantwortlich.
5)
Oftmals sind hier Spitzensportler die Vorreiter was die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Fakten angeht. Beispielsweise ernähren sich Novak Dokovic, Mattias Ribbing oder auch Tom Brady fettreich und kohlenhydratarm.
6)
Lektine sind in Gluten, sowie in den Schalen und Samen von Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Auberginen und Paprikas enthalten.
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biohacking.txt · Zuletzt geändert: 2018/09/15 11:43 von Jakob Berg